Das Graduiertenkolleg zur Zeitgeschichte „Diktaturüberwindung und Zivilgesellschaft in Europa“, Katrin Hammerstein, M.A., veranstaltete in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Edgar Wolfrum im Sommersemenster 2006 eine

Übung am Historischen Seminar der Universität Heidelberg:

Diktatur im Film

diese fand jeweils vierzehntägig, beginnend ab Dienstag,

den 25.04.2006, statt.

Filme sind als Propagandainstrument für Diktaturen von herausragender Bedeutung. Aber auch in den postdiktatorischen Gesellschaften spielen sie eine wichtige Rolle bei der Herausbildung, Vermittlung und Diskussion populärer Geschichtsbilder.

Das Graduiertenkolleg möchte in den kommenden Semestern in einer Filmreihe beleuchten, wie verschiedene Diktaturen im Film dargestellt und erinnert werden. Den Anfang bildet diese Übung, die sich v.a. mit der filmischen Verarbeitung der NS-Vergangenheit in unterschiedlichen – von der Diktatur direkt betroffenen und nicht betroffenen – Ländern befasst. U.a. folgende Filme werden gezeigt und anschließend gemeinsam diskutiert: Sein oder Nichtsein (USA 1942), 1. April 2000 (A 1952), Gespräch mit dem Biest (BRD 1996), Zug des Lebens (F/R/NL/BE 1998).

Literatur: Peter Reichel, Erfundene Erinnerung. Weltkrieg und Judenmord in Film und Theater, München/Wien 2004; Margrit Frölich/Hanno Loewy/Heinz Steinert (Hrsg.), Lachen über Hitler – Auschwitz-Gelächter? Filmkomödie, Satire und Holocaust, Stuttgart u.a. 2003.