Tagung „Erinnerung und Gedenken 60 Jahre nach Ende der NS-Diktatur“, Wien/Maut­hausen, 5.–10. Mai 2005

Die erste Tagung des Graduiertenkollegs fand gemeinsam mit der Kooperationspartnerin Prof. Dr. Carola Sachse Anfang Mai 2005 im Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien statt. Das Treffen diente einem ersten Austausch der Kollegiatinnen, die ihre Promotionsvorhaben detailliert erläuterten und zur Diskussion stellten. Die Runde wurde durch Birgit Hofmann M.A., Universität Freiburg, erweitert, die das Thema „Der Prager Frühling in der Erinnerungspolitik Tschechiens und der Slowakei“ bearbeitet.

Die Tagung widmete sich im Weiteren Fragen der Erinnerungskultur. Im Zentrum standen dabei die Gedenkfeiern im Konzentrationslager Mauthausen. Prof. Dr. Gerhard Botz, Universität Wien, referierte zu „Lagergeschichte und Einordnung des Konzentrationslagers Mauthausen ins nationalsozialistische Lagersystem“, Dr. Bertrand Perz, Universität Wien, zu "Konzeptionen der Gedenkstätte Mauthausen von 1947 bis zur Gegenwart". Vorbereitend auf die Exkursion zu den Konzentrationslagern Mauthausen und Gusen sprach Alexander Prenninger Mag. Phil., Universität Salzburg, über Ein europäischer Gedächtnisort. Befreiungsrituale in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen“ und führte die Gruppe durch die Gedenkstätten. Nach der Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Befreiung in Gusen am 7. Mai und in Mauthausen am 8. Mai wurden die Beobachtungen diskutiert.

Die Tagung hat weiterführende Anstöße für die Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen der Erinnerung an Diktaturen und Möglichkeiten ihrer Überwindung gegeben. Sie warf die Frage auf, ob über nationale Dimensionen hinaus auch eine europäische Form der Erinnerungskultur möglich ist.


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